Baupreisindex mit neuer Basis – Konsequenzen für das Sachwertverfahren

Posted by K.IM on Januar 11, 2019 in Makler, Sachwertverfahren
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Neues Basisjahr

Baupreisindex BauDas statistische Bundesamt hat mit der Baupreisindex-Veröffentlichung vom 10.10.2018 das zugrunde liegende  Basisjahr geändert. Der Baupreisindex basiert nun nicht mehr auf dem Jahr 2010 (=100), sondern auf dem Jahr 2015 (=100). Das Bundesamt hat die zurückliegenden Indizes mittels Umverkettung an das neue Basisjahr bereits angepasst und auf der Webseite veröffentlicht. Zukünftig wird der Index nun nicht mehr auf Basis von 2010 veröffentlicht. Dies hat Konsequenzen für die Berechnung der Normalherstellungskosten im Sachwertverfahren.

Konsequenzen für die NHK 2010 im Sachwertverfahren

Die Normalherstellungskosten im Sachwertverfahren basieren auf dem Jahr 2010 (NHK 2010 = 100). Somit konnte der bislang veröffentlichte Baupreisindex ohne weitere Anpassungen in der Wertermittlung übernommen werden (Index auf Basis 2010/100). Durch die Umstellung des Baupreisindexes auf das Basisjahr 2015 müssen nun Makler, Sachverständige und andere Immobilienprofis Anpassungen mittels Umbasierung vornehmen.

Anpassung durch Umbasierung

Die Umbasierung der vom statistischen Bundesamt durchgeführten Umverkettung erfolgt über die Bildung eines Quotienten aus dem gesuchten Baupreisindex und dem Faktor für das Jahr 2010. Auf diese Weise wird der Index an die ursprüngliche Basis von 2010 umbasiert. Dieser Wert kann nun bei der Sachwertermittlung eingesetzt werden.

Beispiel für Umbasierung des Baupreisindexes

Gesucht ist für eine Wertermittlung eines Einfamilienhauses der Baupreisindex für das IV Quartal 2018. Der Index auf Basis 2015 des statistischen Bundesamtes weist einen Wert von 111,5 aus. Der Index für das Basisjahr 2010 beträgt 90,0. Um den für die NHK 2010 relevanten Baupreisindex zu berechnen, wird der Quotient gebildet:

111,5/90,0 * 100 = rd. 124

Der gesuchte Baupreisindex liegt also um rd. 24% höher als die Basis 2010, auf der die Normalherstellungskosten 2010 basieren. Die NHK 2010 (nach Sachwertrichtlinie) müssen im Sachwertverfahren um 24 Prozent erhöht werden. Dies entspricht einem Faktor von 1,24.

Baupreisindex in der Immobilienbewertungssoftware K.IM

In der Wertermittlungssoftware K.IM – kompakte Immobilienbewertung wird der Baupreisindex auf die Basis 2010 umbasiert. Sie müssen also nichts weiter tun. Sollte sich der Index zukünftig ändern, kann der Wert vom Benutzer angepasst werden. Der Index wird bei Softwareupdates auf den jeweils aktuellsten Stand gebracht.

Für Eilige in aller Kürze:

  • Neues Basisjahr ist 2015
  • NHK 2010 basieren aber weiterhin auf der Basis 2010
  • Umbasierung notwendig, damit NHK 2010 richtig indiziert werden
  • Umbasierung erfolgt bei der Software KIM automatisch

Immobilien professionell bewerten und vermarkten – Rückblick auf die Jahrestagung 2016 der GfI in Köln

Posted by K.IM on Juni 23, 2016 in Immobilienbewertung, Jahrestagung, Makler
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Immobilien professionell bewerten und vermarkten – Rückblick auf die Jahrestagung der GfI 2016

Jahrestagung GfI Koeln 2016 Immobilienbewertung Makler

Köln/Bonn Am 07. April 2016 hat die Gesellschaft für Immobilienbewertung (GfI) ihre Jahrestagung in Köln mit großem Erfolg abgehalten. Aktuelle Themen und Lösungen für Makler und andere Profis aus dem Bereich der Immobilien und Immobilienbewertung wurden von verschiedenen Vortragenden vorstellt. Außerdem konnten während der Vortragspausen und im Rahmen des rheinischen Abends bei Snacks und Kölsch Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht werden. Anschließend hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die Jahrestagung der GfI 2016 zu bewerten. Gesponsert wurde die Tagung durch K.IM, die Software für kompakte Immobilienbewertung.

Bunter Strauß an Themen für Immobilienmakler und –profis

Die Vorträge bildeten einen bunten Strauß von aktuellen Themen, die von den Teilnehmern und den Vortragenden bis in den Abend diskutiert wurden. Als Keynote-Speaker erwartete die Teilnehmer der vielfach ausgezeichnete Immobilienmakler Filippo Mannella, der über Schwerpunktkompetenzen zur Qualitätssteigerung im Maklerwesen informierte. Als weiteres Highlight berichten die Spezialisten in der Immobilienbewertung und im Immobilienrecht Dipl.-Ing. Ralf Kröll und Dr. Björn Haack über brandaktuelle Themen rund um Wertigkeiten und Märkte. Der IT-Experte Dr. Sebastian Baldauf versorgte die Teilnehmer mit einem in der heutigen Zeit überlebensnotwendigen Einblick in die Welt der digitalen (mobilen) Strategien und deren Potentiale für das Online-Marketing. Das Bild rundete Marina Burchard ab. Sie zeigte, wie die Systematisierung des Verkaufs dem Immobilienmakler zu Erfolgen verhelfen kann. Im Einzelnen wurden den Teilnehmern folgende Themen angeboten:

Tools zur Online-Bewertung von Immobilien nutzlos?

Können Online-Bewertungssysteme für Immobilien den Wert eines Objektes marktgerecht errechnen? Der Sachverständige für Immobilienbewertung Ralf Kröll hat den Test gemacht und mehrere Anbieter und Plattformen dem Härtetest unterzogen. Sein Resultat:

Keines der Online-Tools der verschiedensten Anbieter ist in der Lage, die individuelle Immobilie marktgerecht darzustellen!

Fazit: Als grobe Näherung kann man die Onlinetools zur Immobilienbewertung für kleines Geld bemühen. Eine Anpassung an den lokalen Markt kann keines der Tools bieten. Eine realistische Markteinschätzung bzw. Immobilienbewertung bedarf immer noch des Sachverstands eines Bewerters, welcher die lokalen Gegebenheiten als Makler, Architekt oder Bauingenieur genau kennt und für den lokalen Immobilienmarkt bewerten kann. Den Tagungsteilnehmern wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie zukünftig professionell auf Kunden regieren können, die auf Basis dieser ungenaueren Immobilienbewertungen verhandeln wollen.

Schwerpunktkompetenzen zur Qualitätssteigerung im Maklerwesen

Filippo Mannella zeigte zunächst auf, dass es in den letzten Jahren eine Reihe an Bemühungen zur Qualitätssteigerung im Maklerwesen gegeben hat, insbesondere die geplante Zulassungsregelung für Immobilienmakler und Wohnungseigentumsverwalter. Danach berichtete er über den Einsatz eines systematischen Marketings in seinem Maklerbüro. Er gab umfangreiche Tipps, z.B. zur Gestaltung von Anzeigen, zur Darstellung der Immobilien auf Fotos und zum realen sowie virtuellen Auftritt des Maklers. Schließlich wies er eindringlich auf die Wichtigkeit des Empfehlungsmarketings hin. Dieses extrem wichtige Tool wird derzeit noch von viel zu wenigen Maklern genutzt. Die Tagungsteilnehmer konnten letztendlich viele interessante Marketingaspekte mit nach Hause nehmen, die sie schnell und einfach in die Tat umsetzen können.

Mietpreisbremse – Bremse oder politisches Gaspedal?

Die Mietpreisbremse ist ein politisch installiertes Instrument zur Entschleunigung der Preissteigerung von Mieten in bestimmten Siedlungsräumen. Hat dieses Instrument einen Einfluss auf den Wert einer Immobilie? Wird die Mietpreisbremse überhaupt von dem Märkten wahrgenommen? Auf welche Daten stützt sich die Mietpreisbremse? Entpuppt sie sich am Ende sogar als neuer Solidaritätszuschlag? Der Sachverständige Ralf Kröll kennt die Antworten auf diese brennenden Fragen. Er zeigte den Teilnehmer der Jahrestagung, dass es die Mietpreisbremse einerseits noch nicht auf dem Immobilienmarkt angekommen ist. Sie wird von den Marktteilnehmern ganz einfach ignoriert. Andererseits stellte Kröll dar, dass die Mietpreisbremse kaum Auswirkungen auf die einzelnen Immobilien hat, wenn sie, wie gesetzlich vorgesehen, auf 5 Jahre begrenzt bleibt. Lesen Sie hier mehr zum Thema Mietpreisbremse!

Online-Marketing Strategien für Immobilienmakler

Das Internet ist ein wichtiges Marketing-Instrument für nahezu alle Teilnehmer der Immobilienwirtschaft geworden. Auch Immobilienmakler können die Vermarktung, den Vertrieb von Immobilien und die Kundenakquise online gestalten. In den letzten Jahren hat sich die Internetnutzung jedoch mehr und mehr auf mobile Geräte verschoben. Um auf diesem Markt bestehen zu können, gilt es, eine Menge Regeln zu beachten. Der Experte Dr. Sebastian Baldauf informierte die Teilnehmer der Jahrestagung über aktuelle Entwicklungen im Bereich mobiles Internet, Pagespeed und Suchmaschinenoptimierung mit Schwerpunkt auf Anforderungen für Immobilienmakler.

Sicheres Auftreten durch Objektart-Frames

Sicherlich kennen Sie die Situation: ein Kunde möchte, dass Sie seine exotische Immobilie bewerten, vermarkten oder für (Erbschafts-)steuerliche Fragen bearbeiten. Nun haben Sie das baufällige Mehrfamilienhaus in 1a Bestlage mit Denkmalschutz und bereichsweisem Nießbrauch vor der Brust. Objektart-Frames helfen Ihnen dabei, JEDE Immobilie nach einem Muster in alle (rechtlich) relevanten Bereiche zu strukturieren und zu analysieren. Der öffentlich bestelle und vereidigte Sachverständige für Immobilienbewertung Dr. Haack hat in seinem Vortrag die Objektart-Frames vorgestellt und den Teilnehmern als wichtige Hilfestellung bei der Immobilienbewertung und Vermarktung empfohlen. Wie Objektartframes im Detail aussehen lesen Sie demnächst in einem ausführlichen Artikel im Detail – exklusiv bei K.IM, der Software für kompakte Immobilienbewertung.

Ein voller Erfolg- auch dank der Teilnehmer

Entscheidend für das Gelingen einer Tagung sind nicht nur deren Organisation und die Qualität der Vorträge. Heutzutage entscheiden die Teilnehmer selbst darüber, ob eine Veranstaltung ein Erfolg war oder nicht. Sie haben uns in allen Punkten nach Schulnotensystem als exzellent eingestuft. Dieses Kompliment geben wir an dieser Stelle gerne zurück. Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich für die vielen Gespräche, Diskussionen und das tolle Feedback bedanken.

Resultat der anonymen Teilnehmerbefragung nach Schulnotensystem:

ThemaNote
Vortrag Onlinestrategien (Dr. Sebastian Baldauf)1
Vortrag Verkaufssystematisierung (Marina Burchard)1
Vortrag Objektart-Frames (Dr. Björn Haack)1
Vortrag Online-Tools/Mietpreisbremse (Dipl.-Ing. Ralf Kröll)1
Vortrag Erfolgsstrategien für Makler (Filippo Mannella)1
Dauer der Vorträge1
Inhaltliche Relevanz1

Unsere Note für die Teilnehmer: 1+

Die GfI bereitet bereits die Jahrestagung 2017 vor. Wir werden Sie rechtzeitig über Termine und Anmeldeverfahren informieren.

Wie der Garten den Wert einer Immobilie beeinflusst

Posted by K.IM on Januar 27, 2015 in Makler, Verkehrswert, Wertsteigerung
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Garten- Einfluss auf Immobilienwert„Ein gepflegter Garten ist nicht nur schön anzusehen, sondern hat auch erheblichen Einfluss auf den Wert des ganzen Hauses.“ Das ist die Meinung einer Immobilien-Maklerin auf Ihrer Internetseite.

In städtischer Lage könne der Zustand des Gartens beim Verkaufspreis einen erheblichen Unterschied von 10.000 bis 50.000 EUR ausmachen. In ländlichen Lagen sei dagegen kein großer Unterschied beim Wert der Immobilie festzustellen. Kleine Maßnahmen, wie zum Beispiel das Begrünen von Mülltonnenstandplätzen, können große Auswirkungen auf den Preis haben. Außerdem sollte sich der Garten in einem gepflegten Zustand befinden, wenn ein Kaufinteressent das Haus besichtigt.

Gepflegter Garten = gepflegtes Haus

Denn die weitverbreitete Meinung lautet: Hinter einem gepflegten Garten verbirgt sich ein gepflegtes Haus. Ein verwilderter und ungepflegter Garten führt demnach zu Punkteabzügen, auch wenn der Interessent das Haus noch gar nicht von innen gesehen hat.

Fazit: Mit geringfügigen Investitionen und einer guten Portion Muskelkraft kann man den Garten ansprechend gestalten und damit den Wert der Immobilie erheblich steigern.

Verkehrswertbericht für Makler und Finanzberater

Posted by K.IM on September 17, 2014 in Immobilienbewertung, Makler, Verkehrswert
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K.IM Verkehrswertbericht zur ImmobilienbewertungVon Maklern und Finanzberatern wird heutzutage in der Regel verlangt, dass sie den Verkehrswert bzw. Marktwert einer Immobilie treffsicher ermitteln können. Diesbezüglich gibt es zahlreiche Online-Dienste und Software zur Immobilienbewertung, in denen der Verkehrswert auf die Schnelle berechnet werden kann.

Viele Produkte verfügen allerdings nicht über eine komfortable Druckfunktion, in der die Wertermittlung anschaulich und nachvollziehbar dargestellt wird. Bei der Immobilienbewertungssoftware K.IM können die Ergebnisse der Wertermittlung und zudem auch Logos, Fotos und Karten auf Knopfdruck in eine PDF- oder editierbare Word-Datei exportiert werden. Neben den in K.IM bereits vorhandenen Textbausteinen zur Wertermittlung können auch individuelle Texte leicht eingebunden werden. Den ausgedruckten Verkehrswertbericht kann der Makler oder Berater auch ohne Veränderungen den Kunden präsentieren.

Makler sind nicht vom Energieausweis überzeugt

Posted by K.IM on September 10, 2014 in Makler, News
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Energieausweis überzeugt Makler nichtLaut dem Marktmonitor Immobilien 2014 sind ca. 60 Prozent der Makler nicht davon überzeugt, dass der Energieausweis ein geeignetes Mittel zur Abbildung des Energieverbrauchs einer Immobilie ist. Als wesentlicher Grund für die ablehnende Haltung wird angegeben, dass der Energieausweis keine relevanten Informationen bietet. Wesentliche bessere Informationen bietet die Nebenkostenabrechnung des Vermieters, in der die tatsächlichen Betriebskosten aufgeführt werden.

Der Marktmonitor Immobilien 2014, der noch zahlreiche weitere Maklermeinungen zur Energieeinsparverordnung beinhaltet, kann unter folgenden Link heruntergeladen werden:

https://www.marktmonitor-immobilien.de/fileadmin/Resources/Public/Redaktion/Dokumente/Marktmonitor2014_Report.pdf

Vernunft spielt bei Kauf von Immobilien nur eine untergeordnete Rolle

Posted by K.IM on September 01, 2014 in Immobilienkauf, Makler, Wohnungen
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Herdentrieb beim Kauf von ImmobilienEs scheint so, als würden Käufer derzeit jegliche Vernunft ausschalten, wenn sie eine Immobilie erwerben. Ohne mit der Wimper zu zucken, kaufen sie die teuersten Immobilien in den teuersten Lagen und verzichten auf Rendite und Wertsteigerung. Erklärt wird das mit dem Glauben an das Betongold, das nicht abstrakt sondern real vorhanden ist. Das irrationale Handeln führt sogar soweit, dass beim Kauf von Immobilien Objekte erworben werden, mit denen Käufer hohe Verluste einfahren. Hauptsache man hat etwas aus Beton, das von keinem noch so klugen Anlagebetreuer vernichtet werden kann. Wir sind derzeit weit entfernt vom viel beschworenen Homo Oeconomicus, der Anlageentscheidungen auf rationaler Basis trifft. Es gibt vielmehr einen Herdentrieb, bei dem viele Schafe sehendes Auges in ihr Verderben rennen. Und hinterher wird wieder mit dem Finger auf die anderen gezeigt, die einen nicht gewarnt haben.

Lesen Sie dazu auch folgenden Artikel:

https://www.capital.de/meinungen/warum-kaufen-wir-immobilien-immer-noch-2092.html

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